Viele Menschen fragen sich, wie heute eigentlich ein Buch entsteht, und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei spielen kann. In diesem Beitrag möchte ich ganz offen zeigen, wie ich KI in meinem kreativen Prozess einsetze, um Bücher schneller, konsistenter und vor allem finanzierbar zu produzieren, ohne dabei meine eigene Handschrift zu verlieren.
1. Der Masterplan: Das Herz meiner Buchserie
Bevor überhaupt eine Geschichte geschrieben wird, existiert bei mir ein Masterplan. Darin sind alle wichtigen Fakten zur Buchserie festgehalten, wie z.B. die Figuren (Namen, Eigenschaften, Alter, Beziehungen), Welt & Regeln der Geschichte, Tonfall und Sprachstil, Zielalter der Leser, Visueller Zeichenstil für Illustrationen, offene Fragen, … u.s.w.
Jede neue Geschichte wird nach Vollendeung der Rohfassung gegen diesen Masterplan mehrfach gegengecheckt, damit sich keine Fehler einschleichen:
- Passt das Verhalten der Figuren?
- Ist die Sprache altersgerecht?
- Widerspricht etwas früheren Büchern?
2. KI als Lektorat: Rechtschreibung & Grammatik
Nachdem der Text steht, übernimmt die KI die Rolle eines zusätzlichen Lektorats. Jede neue Geschichte wird gegen meinen Masterplan gegengecheckt, damit sich keine Fehler einschleichen.

Außerdem wird in diesem Schritt überprüft:
- Rechtschreibung
- Grammatik
- Satzbau
- Verständlichkeit für die Zielaltersgruppe
Das ersetzt kein menschliches Feedback, sorgt aber dafür, dass der Text bereits auf einem sehr sauberen Niveau ist, bevor ihn andere lesen. Gerade bei längeren Texten spart mir das enorm viel Zeit.
3. Illustrationen: Von der Skizze zum fertigen Bild
Alle Illustrationen beginnen bei mir entweder auf Papier oder direkt auf dem Tablet.
Ich zeichne bewusst nur Outlines bzw. grobe Skizzen.
Warum? Weil genau diese nächsten Schritte extrem zeitaufwendig sind:
- saubere Linien
- gleichbleibender Stil über viele Seiten
- Farbgebung
- Details und Korrekturen

Hier kommt die KI ins Spiel:
Sie übernimmt meine Skizze und arbeitet sie nach meinem festgelegten Zeichenstil aus, der ebenfalls im Masterplan definiert ist. Dadurch spare ich nicht nur Stunden, sondern oft Tage an Arbeit, vor allem bei Bilderbüchern mit vielen Illustrationen. Der kreative Ursprung bleibt meiner, die KI übernimmt nur die Fleißarbeit.
4. Testlesen: Menschliches Feedback bleibt unverzichtbar

Bevor ein Buch veröffentlicht wird, erstelle ich eine PDF-Testversion.
Diese geht an 2–4 Freunde, die das Buch komplett lesen.
Sie achten auf: Logikfehler, Verständlichkeit, melden „holprige Stellen“ und machen Verbesserungsvorschläge.
Dieses menschliche Feedback ist extrem wertvoll und fließt in die letzte Überarbeitung ein.
Fazit: KI als Werkzeug, nicht als Ersatz !

KI ersetzt weder meine Ideen noch meine Kreativität. Sie hilft mir dabei, effizienter zu arbeiten, Fehler zu vermeiden und meine Bücher überhaupt realisierbar zu machen.
Ohne diese Unterstützung wären viele Projekte entweder deutlich teurer, oder würden gar nicht entstehen.
