Zum Inhalt springen
Suchen
← Alle Geschichten

Papa und die Taschenlampe im Dunkeln

Die Abenteuer der Familie BausL · 2 Minuten Lesezeit

Titelbild: Papa und die Taschenlampe im Dunkeln

Es war ein stürmischer Herbstabend, und Mini schaute nachdenklich aus dem Fenster. Das Rauschen des Windes machte ihr ein wenig Angst, zugleich fand sie es spannend, wie wild die Natur draußen tobte. Der Wind rüttelte an den Fensterläden, und die Bäume rauschten wie eine tosende Brandung. Mini saß am Küchentisch und malte, während Papa den Tee einschenkte. Plötzlich flackerte das Licht – und erlosch. Die Küche lag in völliger Dunkelheit. „Papa?“, fragte Mini leise. „Wo bist du?“ „Hier, mein Schatz“, antwortete Papa ruhig. „Keine Sorge. Wir brauchen nur eine Taschenlampe.“

Mini tastete vorsichtig nach Papas Hand. Gemeinsam gingen sie durch den dunklen Flur. Jeder Schritt knarrte auf den alten Dielen. „Das ist ja wie eine Geistergeschichte!“, flüsterte Mini. „Ein bisschen schon“, lachte Papa. „Aber wir haben keine Geister im Haus. Nur eine Taschenlampe, die mal wieder irgendwo herumliegt.“ Sie tasteten sich bis zum Wohnzimmer. Papa öffnete die Schublade im Schrank, aber sie war leer. „Hm. Ich war mir sicher, sie hier hingelegt zu haben.“

Mini hörte plötzlich ein Poltern vom Dachboden. Sie drückte sich fester an Papa. „Was war das?“ „Nur der Wind, der an den Ziegeln rüttelt, die Dachlatten klappern lässt und als heulender Zugwind durchs Gebälk pfeift“, beruhigte er sie. „Komm, wir suchen weiter.“ Schließlich fanden sie die Taschenlampe in der Abstellkammer, zwischen alten Schraubgläsern. Papa klickte sie an – doch nichts geschah. Mini hielt den Atem an, ihre Augen wurden groß. Für einen Moment fühlte sie sich unsicher, doch dann spürte sie Papas beruhigende Hand auf ihrer Schulter. Die Lampe war leer. „Oh nein!“, rief Mini. „Die hat bestimmt wieder jemand leer gespielt und dann einfach weggelegt.“ Papa nickte. „So ist das wohl. Aber wenigstens haben wir noch Kerzen.“ Er zündete eine Kerze an, und der warme Schein erhellte das Zimmer. Bald standen mehrere Kerzen auf dem Tisch und tauchten die Küche in ein gemütliches Licht.

Papa stellte die Kerzen näher zusammen. „Siehst du, Mini? Es ist wichtig, dass Dinge wie Taschenlampen immer einen festen Platz haben – und dass man sie nicht mit leeren Batterien liegen lässt.“

Mini nickte nachdenklich. „Dann findet man sie sofort – und sie funktioniert, wenn man sie wirklich braucht.“ „Genau so ist es“, bestätigte Papa. „Wenn man vorbereitet ist, muss man sich auch im Dunkeln nicht fürchten.“ Mini lächelte und kuschelte sich an Papas Arm. Draußen heulte der Wind, doch drinnen flackerten die Kerzen wie eine kleine Insel der Geborgenheit. Es war warm, hell und sicher.

Hat dir das gefallen?