Klassenkiste: Jetzt geht es richtig los!
Im Juli ist die Klassenkiste erwachsen geworden. Zuerst bekam sie ein ruhiges, aufgeräumtes Gesicht und erste Preise, für alle die dieses Projekt in der Entwicklung schon unterstützen wollten. Seitdem sind knapp drei Monate vergangen, und in diesen drei Monaten ist mehr passiert als im ganzen Jahr davor.

Das Meiste davon kam nicht aus einer Ideenliste, sondern aus dem Unterricht: aus Rückmeldungen von Lehrkräften, aus Fragen von Eltern, und aus dem, was eben nicht funktioniert hat, oder Probleme bereitete.
Der Beamer ist eine Tafel geworden
Vorher war das Klassen-Dashboard ein festes Bild: Uhr, Stundenplan, fertig. Wer etwas anderes brauchte, musste doch wieder zusätzlich auf andere Anbieter zurück greifen.

Heute ist es eine Tafel, die jeder selbst zusammenstellt. Bausteine anordnen, in der Größe ziehen, einfärben, mit einer Überschrift versehen. Es gibt Uhr und Datum, die laufende und die nächste Stunde, den heutigen Stundenplan, einen Ablaufplan für die Phasen der Stunde, Stoppuhr, Countdown bis zum Ausflug, Ampel, Arbeitssymbol, Punktetafel, Checkliste, Notizzettel, Bild, Link mit QR-Code und Musik.
Dazu acht Hintergründe, acht Kachelfarben, ein Regler für die Deckkraft. Das klingt nach Spielerei, ist aber der Unterschied zwischen lesbar und nicht lesbar, wenn im Klassenzimmer die Sonne auf den Beamer fällt.
Und es gibt mehrere Seiten auf der Tafel, die die Lehrkraft in Ruhe zu Hause für den Unterricht vorbereiten kann. Der Stundenanfang liegt auf Seite 1, die Gruppenarbeit auf Seite 2, ein Tipp unten rechts wechselt. Niemand muss zwischendurch umbauen.
Klassenraum live: ein Interaktives Klassenzimmer
Das ist die größte Neuerung dieses Sommers. Die Lehrkraft öffnet den Klassenraum LIVE auf der Tafel, dort stehen ein Code (+QR-Code). Die Kinder verbinden sich mit ihrem eigenen Gerät mit der Tafel ... ganz ohne Konto, ohne eine Anmeldung, und ohne vorher auf Geräten eine App installieren zu müssen.

Danach können sie sich per Gerät bei der Lehrkraft zurückmelden: "bin fertig", "brauche Hilfe", "arbeite noch". Die Lehrkraft sieht auf einen Blick, wo die Klasse steht, ohne zu fragen und ohne dass sich jemand melden muss. Wer am längsten auf Hilfe wartet, steht oben.

Dazu kommen Abstimmungen mit bis zu sechs Antworten, deren Balken an der Tafel live wachsen. Die Kinder sehen die Zwischenstände absichtlich nicht, sonst wählen die anderen Kinder nur noch das, was schon vorne liegt.
Schreibt ein Kind eine Antwort, steht sie nicht automatisch an der Tafel. An der Wand steht nur, DASS ein(e) Schüler/in geschrieben hat. Aufgedeckt wird sie erst, wenn die Lehrkraft es will. (sie kann sie auch verwerfen, ohne sie zu zeigen)
Die Blitzrunde und das Klassen-Derby
Zwei Dinge, die aus dem Klassenraum live während der Entwicklung entstanden sind:
Die Blitzrunde ist ein Meldeknopf wie in einer Quizsendung.
Die Tafel zählt von drei herunter, dann bekommen die Kinder einen großen Knopf. Wer zuerst drückt, steht groß an der Tafel, darunter die anderen Schüler in zeitlicher Reihenfolge. Gibt das erste Schulkind z.B. eine falsche Antwort, rückt mit einem Tipp der Lehrkraft der Zweite nach. Wer zu früh drückt, wartet ein paar Sekunden (konfigurierbar von der Lehrkraft) damit es fair zu geht.
Das Klassen-Derby ist ein Rennen wie auf dem Jahrmarkt der 70/80er.
Jedes Kind sucht sich auf seinem Gerät seine "Spielfigur" aus, dann werden Aufgaben gelöst, und jede richtige Antwort bringt das eigene Pferd auf der Rennbahn an der Tafel einen Sprung nach vorn. Mathe und Deutsch sind eingebaut, und lassen sich durch eigene Sammlungen an Fragen/Antworten in "Mein Klassenzimmer" von den Lehrkräften in unterschiedlichen Kategorien erweitern. Für ältere Klassen können die Kinder die Antwort auch selbst eintippen, wobei sich einstellen lässt, ob Groß- und Kleinschreibung zählt und ob "ae" statt "ä" gilt.Ausgewertet wird immer nur die ganze Klasse, gespeichert wird Nichts. Kein Kind wird an der Wand einzeln bewertet, und es gibt keine Rangliste, die dauerhaft stehen bleibt.
Für Eltern: weniger Tippen, mehr Bedienerfreundlichkeit
Krankmelden geht jetzt mit zwei Klicks. Kind, heute, ein Tag und der Grund sind vorbelegt, denn der Normalfall ist ein Kind, das heute krank ist. Auf dem Knopf steht, was passiert: "Emil für heute krankmelden". Wer den Zeitraum ändern will, tippt auf "Morgen" oder "2 Tage", ein Kalenderblatt erscheint nur, wenn es wirklich nötig ist.
Neu ist auch ein Häkchen "Schule benachrichtigen". Das Sekretariat bekommt dann eine Kopie mit Kind, Klasse, Zeitraum und Grund.
Die persönliche Notiz geht weiterhin nur an die Lehrkraft, denn für die ist sie geschrieben und nicht für einen allgemeinen Posteingang.
In der Liste steht seit Neuestem, wie viele Fehltage das Kind in diesem Schuljahr hat. Diese Zahl sehen nur die Eltern und die Lehrkraft.
Das Hochalden mehrerer Fotos auf einmal ist nun möglich. Beim Einreichen, in der Galerie und als Anhang in Gruppen lassen sich jetzt mehrere Dateien gleichzeitig auswählen, vorher konnte man nur 1 Datei anhängen.
Fotos: die Freigabe entscheidet, nicht der Zufall
Die Klassen-Galerie gibt es seit Juli. Wichtiger als die Galerie selbst ist, wie sie mit Fotos der Kinder umgeht. Denn hier entscheiden die Eltern LIVE je Kind, ob Fotos gezeigt werden dürfen oder eben nicht. Ohne diese Freigabe bleibt das Foto für alle anderen ausgeblendet.
Dazu eine Sache, die man nicht sieht und die trotzdem wichtig ist: ein Foto vom Handy trägt unsichtbar mit sich, wo es aufgenommen wurde, mit welchem Gerät und auf die Sekunde genau wann dieses Foto wo erstellt wurde. Bei einem Foto von Kindern steht darin also, wo das Kind war. Beim Hochladen wird das entfernt. Das Bild selbst bleibt unverändert.
Wird eine Freigabe zurückgenommen, verschwindet das Foto binnen weniger Sekunden aus den Browsern der Anderen. Vorher konnte es dort noch bis zu einen Tag liegen bevor es unerreichbar wurde.
Nachrichten: alles jetzt an einem Ort
Direktnachrichten, Familien-Chat, Gruppen und offizielle Kanäle stehen in einer Liste, gruppiert nach Herkunft: was von der Klassenkiste selbst kommt, was die Klasse betrifft, was persönlich an den jeweiligen Nutzer gerichtet ist. Bei einem Dutzend Einträgen ist das der Unterschied zwischen zeit-intensivem Suchen und sofort finden.

Das Textfeld wächst jetzt mit dem Text, statt eine Zeile hoch zu bleiben. In Kanälen, Gruppen und Kommentaren macht die Eingabetaste einen Absatz, statt sofort abzuschicken. Fett, kursiv, Aufzählungen und Links sind als "Editor-Funktionen" für alle aktiviert, und eine Vorschau zeigt vor dem Absenden genau das, was die anderen sehen werden.
Für die Kinder
Es gibt den Familien-Chat: Eltern schreiben ihrem Kind, das Kind antwortet, und wenn es die Eltern erlauben, dann dürfen die Kinder jetzt auch untereinander mit anderen Kindern aus der Klasse schreiben. In der Vorgabe ist das aus, wie alle Freigaben für Kinder.
Die Anmeldungen per QR-Code wurden ausgebaut, und die Klassenkiste bringt einen eigenen QR-Code-Scanner direkt mit. Es braucht also keine fremde Scanner-App mehr, den Button zum Starten findet man im LogIn-Bereich.
Die Ansicht für die Kleinen ist ruhiger geworden: dünnere Umrisse, weichere Schatten. Der rote Zähler an den Nachrichten ist weg, stattdessen zeigt ein grüner Punkt, dass etwas da ist. Ein roter Zähler ist für ein Kind kein Hinweis, sondern Druck.
Und es gibt eine eigene Anleitung für Kinder, in einfacher Sprache, auch als PDF zum Ausdrucken im Menü unter "Material & Hilfe".
Zwölf Werkzeuge, die niemand bezahlen muss

Unter klassenkiste.eu/werkzeuge liegen 12 kostenlose Unterrichts-Werkzeuge für Lehrkräfte, alle ohne Anmeldung nutzbar: Timer, Lärmampel, Würfel, Wer ist dran, Glücksrad, Gib mir 5, Atem-Ball, QR-Code, Sitzplan, Gruppen-Einteiler, Lückentext und Stopp-Tanz. Dazu Karaoke mit Liedtext am Beamer und die Bewegungspause, die den Unterricht in einstellbaren Abständen für dreißig Sekunden unterbricht.
Alle Werkzeuge laufen auch als Baustein direkt auf der Tafel, und die Namen der Kinder holen sie sich bei registrierten Lehrern direkt aus der Klassenliste, statt sie abtippen zu müssen. Abtippen ist der Grund, warum Werkzeuge liegen bleiben ... wir wollen möglichst viel Zeit sparen!
Auch die Kinder ohne Elternkonto gehören zur Klasse
Lehrkräfte können jetzt auch die Kinder eintragen, deren Eltern die Klassenkiste noch nicht nutzen. Namen einfügen, eine Zeile pro Kind, oder gleich eine Klassenliste aus einer Datei einlesen. Diese Kinder stehen dann in allen Werkzeugen, im Klassenraum und auf der Tafel mit Namen dabei.
Fotos mit ihnen bleiben gesperrt, weil keine Einwilligung der Eltern vorliegt. Liegt sie schriftlich vor, kann die Lehrkraft die Freigabe selbst erteilen, und sie trägt dabei ein, worauf sie sich stützt. Das wird mit Datum protokolliert und kann bei Unstimmigkeiten bei mir persönlich angefordert werden.
Melden sich die Eltern später doch an, sagt die Klassenansicht Bescheid, dass ein Name doppelt vorkommt. Beim Zusammenführen wandern Krankmeldungen und Vermerke mit, eine von der Lehrkraft gesetzte Foto-Freigabe aber ausdrücklich nicht: über die Bilder ihres Kindes entscheiden ab dann die Eltern.
Eine neue Oberfläche für alle !

Seit dieser Woche läuft Version 5 der Klassenkiste. Sie bringt ein gemeinsames Erscheinungsbild für die ganze App mit : besser abgestimmte Farben, ruhigere Flächen, klarere Schrift. Die dunkle Ansicht ist überall mitgezogen und fehlerhafte Stellen sind ausgebessert worden.
Ein paar Dinge daraus:
- Am Handy liegen am unteren Bildschirmrand fünf Felder / Buttons, das letzte heißt "Mehr" und öffnet das Menü als Liste. Jeder Menüpunkt ist damit jetzt in 1-2 Klicks erreichbar.
- Abschnitte ohne Inhalt sind keine leeren Kästen mehr, sondern eine Zeile. Wo nichts ist, steht ein Satz statt eines Rahmens.
- Die Startseite der Lehrkraft zeigt morgens "Jetzt" und "Danach" als eigene Felder, mit Uhrzeit (wenn im Stundenplan Zeiten eingepflegt sind).
- Alles zum eigenen Konto steckt in einem Knopf unten links (Username). Da kannst du dich auch abmelden, wenn du mal auf einem fremden Gerät die Klassenkiste besuchst.
Nichts ist weggefallen, und nichts liegt woanders als vorher, es wurde Alles nur übersichtlicher und besser bedienbar "verschoben & erweitert".
Was gleich geblieben ist
Das ist der Teil, der sich nicht ändert und sich auch nicht ändern wird ...

Die Klassenkiste läuft in einem deutschen Rechenzentrum. Keine Werbung, keine Tracker, keine Werbenetzwerke, keine Weitergabe an Dritte. Der einzige Fremddienst ist Stripe, und zwar genau dann, wenn jemand bezahlt und wichtige Bankdaten übermittelt werden müssen. Diese Verfahren überlasse ich Denjenigen, die sich darauf spezialisiert haben. Das System bekommt nur eine Information ob & wann User XY gezahlt hat.
Kostenlos ist eine Klasse mit bis zu 35 Kindern, mit allem, was zur Klasse gehört: Nachrichten, Hausaufgaben, Termine, Stundenplan, Krankmeldungen, Galerie und alle zwölf Werkzeuge. Premium kostet 4,99 Euro im Monat oder 49,99 Euro im Jahr und bringt bis zu zehn Klassen mit je 50 Kindern, das Klassen-Derby, mehr Tafel-Seiten und mehr Speicher.
Eltern benötigen kein Premium, außer sie möchten außerhalb der Klasse Premium-Kanäle betreiben, die per Code von jedem Benutzer der Klassenkiste genutzt werden können. So kann man klassen-übergreifend Fahrgemeinschaften bilden, Betreuungen der Kinder organisieren, ...und Vieles mehr, um auf Drittanbieter verzichten zu können, bei denen ihr mit eurer Privatsphäre bezahlt.
Kurz gesagt ...
Aus einer App für Elternbriefe ist ein Werkzeug für den Unterricht geworden, ohne dass die Elternbriefe schlechter geworden wären. Wer es ausprobieren möchte: klassenkiste.eu, eine Klasse anlegen dauert ein paar Minuten, und der Zettel mit dem Beitrittscode kommt zum Ausdrucken gleich mit.
... ach ja ... und derzeit gibt es für alle neu registrierten Nutzer PREMIUM GRATIS dazu !
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