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Gedanken

Der Staat nimmt mir das Recht, in meinem Beruf zu arbeiten!

Ein Leben für die Sicherheit – und plötzlich ist alles nichts mehr wert?

Der Staat nimmt mir das Recht, in meinem Beruf zu arbeiten!

Ein Leben für die Sicherheit – und plötzlich ist alles nichts mehr wert?

Ich habe fast mein ganzes berufliches Leben dem Sicherheitsgewerbe gewidmet. Seit 1997 war ich aktiv – erst als Parkplatzwächter, Türsteher in diversen Diskos und Zeltfesten, als Ladendetektiv und Ermittler, später als Gründer einer eigenen Sicherheitsakademie in Schleswig-Holstein. Ich habe unzählige Menschen ausgebildet, für Sicherheit gesorgt und für Unternehmen wie große Baumärkte, Media Markt oder Plaza gearbeitet. Ich kann mit Stolz sagen: Ich habe meinen Job immer ernst genommen, mit Herzblut und Verstand. Meine Erfahrung war mein Kapital – mein „Stück Papier“.

Doch heute, nach Jahren der Familienzeit und einem Neustart als Papa und Hausmann, darf ich z.B. nicht mehr als Ladendetektiv arbeiten. Warum? Weil ich diese komische neue IHK-Prüfung nicht gemacht habe. Ein einziges Zertifikat – das heute Pflicht ist, obwohl ich über Jahrzehnte nachweislich kompetent, rechtschaffen und erfolgreich als Detektiv gearbeitet habe ?!


Warum zählt Erfahrung plötzlich nicht mehr?

Es macht mich wütend. Denn was wiegt mehr: Ein Zettel – oder 20 Jahre Erfahrung? Ich glaube, jeder, der mal wirklich gearbeitet hat, weiß die Antwort.

Gerade im Sicherheitsgewerbe zählen Menschenkenntnis, Ruhe, Verantwortungsgefühl und die Fähigkeit, Situationen einzuschätzen. Das lernt man nicht in ein paar Wochen Theorieunterricht. Das wächst mit den Jahren, mit jedem schwierigen Einsatz, mit jedem Menschen, dem man geholfen hat.

Dass der Gesetzgeber plötzlich verlangt, dass erfahrene Sicherheitskräfte eine zusätzliche Prüfung ablegen müssen – das ist nicht nur bürokratisch, sondern grenzt an Berufsverbot. Und das, obwohl ich für meine Kompetenz unzählige Beweise vorlegen könnte. Niemand würde einen so wichtigen Job so lange machen, wenn er nicht geeignet wäre.


Berufsfreiheit? Ein Blick ins Grundgesetz

Das deutsche Grundgesetz garantiert im Artikel 12 die Berufsfreiheit:

„Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.“

Natürlich darf der Staat Anforderungen stellen, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Aber wo bleibt die Verhältnismäßigkeit? Wenn langjährige Berufserfahrung plötzlich nicht mehr zählt, wenn Menschen praktisch „aus dem Beruf gedrängt“ werden, dann ist das ein schwerwiegender Eingriff.

Unverhältnismäßige Hürden verstoßen laut höchstrichterlicher Rechtsprechung gegen das Grundgesetz. Eine solche Regelung muss stets begründet und „geeignet, erforderlich und angemessen“ sein. Ich kann nicht erkennen, wie die Pflicht zur IHK-Prüfung für erfahrene Profis wie mich das Ziel der Sicherheit besser erfüllen soll, als die bereits nachweislich erfolgreich geleistete Arbeit.


Gezeichnet: ein Türsteher mit Sonnenbrille und ein Mädchen im Security-Shirt stehen vor einer Tür

Gesellschaftliche Folgen: Wer verliert hier eigentlich?

Nicht nur ich, sondern viele erfahrene Kräfte stehen seit einigen Jahren plötzlich am Rand. Unternehmen verlieren kompetente Mitarbeiter. Der Staat beklagt „Fachkräftemangel“ – und blockiert zugleich mit bürokratischen Hürden den Zugang von Menschen mit echtem Praxiswissen. Das kann doch nicht gewollt sein!


Mein Appell: Wehrt euch gegen Berufsverbote!

Ich will mit diesem Beitrag nicht nur meine Geschichte erzählen, sondern zum Nachdenken anregen. Wir müssen uns als Gesellschaft fragen: Wollen wir wirklich, dass Erfahrung und Engagement weniger zählen als formale Hürden? Soll wirklich ein Stück Papier entscheiden, wer geeignet ist – und nicht das, was jemand im echten Leben gezeigt hat?

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen sich gegen solche Gesetzesänderungen wehren, kritisch hinterfragen und laut werden. Berufsfreiheit ist ein Grundrecht – keine Gnade! Jeder von uns kann betroffen sein, wenn plötzlich Regeln geändert werden, die das ganze bisherige Leben entwerten.


Wer ich bin – und was bleibt

Ich habe für ein weltweit bekanntes Unternehmen in Timmendorfer Strand gearbeitet, eine Sicherheitsschule in Norderstedt aufgebaut, und für eine Hand voll Sicherheitsdienste und diverse Arbeitsämter im Norden Deutschlands, viele Menschen fit für ihren Beruf gemacht und sie erfolgreich an große Unternehmen vermittelt. Ich bin stolz darauf. Und ich lasse mir das nicht von einer überzogenen Bürokratie nehmen!


Karikatur: ein Mann fährt in einer Limousine davon und zeigt den Herren im Anzug hinter sich den Mittelfinger

Was denkst du darüber? Kennst du ähnliche Beispiele? Lass uns ins Gespräch kommen – für mehr Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Respekt vor Erfahrung!

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